Maria, die Mutter Jesu

Patronin der Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Olpe, der Filialgemeinde St. Marien in Olpe-Dahl/Friedrichsthal und der Filialgemeinde Maria Hilf in Olpe-Sondern

 

 

 

 

Vorderseite der Wallfahrtsfahne der Filialgemeinde St. Johannes

 

Die katholische Kirche verehrt „mit besonderer Liebe Maria, die selige Gottesgebärerin, die durch ein unzerreißbares Band mit dem Heilswerk ihres Sohnes verbunden ist” („Sacrosanctum Concilium”). Diese Verehrung stellt nach den Worten von Papst Paul VI. die „goldene Regel christlicher Frömmigkeit” dar („Marialis cultus”, 1974). 

Maria gilt als Vorbild des Glaubens und als Mittlerin und Fürbitterin, deshalb ist sie die unter allen Frauen Gepriesene (Lukasevangelium 1, 42). Im Magnifikat bringt sie das selbst zum Ausdruck: „Von nun an werden mich selig preisen alle Geschlechter” (Lukasevangelium 1, 48) - dieser Hymnus zeigt, dass schon die Urkirche die besondere Verehrung der Maria kannte und die anhaltende Verehrung voraussetzte. Mit Ihrem Ja zu Gott hat Maria Gott in sich Raum gewährt, hat ihn in sich wachsen lassen, hat sich von ihm einnehmen lassen. Gleichzeitig hat sie Gott ein menschliches Gesicht gegeben, hat ihn unter Menschen erfahrbar und erlebbar gemacht und damit den Mitmenschen geholfen, ihrerseits befreit und erlöst und damit richtig Mensch zu werden.

Weil sie so von Anfang an in die Menschwerdung und das Erlösungshandeln Gottes in Jesus Christus unmittelbar einbezogen war, war sie sozusagen die geschichtlich-irdische Urheberin des Heils. Anselm von Canterbury lehrte, dass alle Gaben Gottes in Jesus Christus - die Versöhnung des Sünders, neues Leben und Versöhnung im Endgericht - erst durch Maria, indem sie Jesus gebar, in die Welt kamen. Daraus resultiert dann ihre Rolle als Mittlerin und wirkungsvollste Fürbitterin; im Mittelalter konnte sie sogar zur „Miterlöserin” und „Mithelferin” werden. Das Mitleiden Marias bei der Passion Christi wurde schließlich fast ebenso wie Christi Leiden selbst als heilswirksam betrachtet.

Dogmatische Aussagen der katholischen Kirche über Maria, die im Laufe der Kirchengeschichte formuliert wurden, sind:

• Maria ist wahre Gottesmutter;

• sie hat Jesus jungfräulich durch den Heiligen Geist empfangen;

• sie ist auch bei und nach der Geburt Jungfrau geblieben;

• Maria blieb in ihrem Leben ohne Sünde;

• auch sie selbst wurde empfangen, ohne in die Erbsünde verstrickt zu sein;

• sie ist mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden.

Wie bei keiner anderen biblischen Gestalt vereinen sich in Maria Glaubenslehren und Formen persönlicher Frömmigkeit in nahezu allen Ausprägungen christlicher Spiritualität: Anrufung, Lobpreis, Feste, Ordensleben, Kunst oder volkstümliches Brauchtum, oft sehr emotional geprägt und als Kraftquelle für den einzelnen Menschen, die seinesgleichen sucht. Besonders die römisch-katholische Kirche hat - im Unterschied zu den Orthodoxen Kirchen und den Kirchen der Reformation - deshalb die „Mariologie” als eigene theologische Disziplin entwickelt, in der biblische, kirchengeschichtliche, systematische, spirituelle und symbolische Zugänge aufgezeigt werden.

Quelle: WIKIPEDIA