Jugend / Messdiener

Wusstet ihr schon ...?

Der Hl. Tarzisius - Schutzpatron der Ministranten
   
  
Die Legende von Tarzisius
 
Er war noch ein kleiner Junge, kaum älter als 12 Jahre, als er schon reif war für die grösste Heldentat. Früh hatte er seine Eltern verloren, wohnte bei einem reichen Onkel, der noch Heide war. Anders Tarzisius: ihn hatte Gott mitten aus seiner heidnischen Umgebung zur Wahrheit gerufen, zum Glauben. Und der kleine Tarzisius nahm es ernst, sehr ernst mit seinem Christsein. Während die anderen noch schliefen, schlich er sich über Treppen und Gänge aus dem Hause seines Onkels zum Gottesdienst.
Er lebte zu einer Zeit, in der man in Rom die Christen hetzte, wie schon so oft seit den Tagen des heiligen Petrus, der als erster für Christus in Rom verblutete. In den Gefängnissen und Kerkern schmachteten christliche Männer und Frauen, ermutigten einander, beteten, sangen Loblieder zu Gottes Ehre. Wer aber sollte ihnen die heilige Eucharistie bringen? Die Priester konnten es nicht; sie waren zu bekannt und machten sich schnell verdächtig. Mutig meldet sich Tarzisius für die schwere Aufgabe: "Ich bin bereit, mit meinem Leben werde ich es schützen, das höchste Gut."
Also macht er sich auf, den Gefangenen die Hostien zu bringen. Doch kommt er nicht weit: Auf seinem Botengang trifft er auf einige Soldaten, die ihm sogleich den Weg verstellen: "Was hältst du so fest verborgen? Herzeigen!" Tarzisius weigert sich. Da ruft einer: "Er ist ein Christ, er trägt das Geheimnis der Christen!" Nun prasseln Stockschläge auf den Jungen nieder, Steine fliegen gegen ihn. Schwer getroffen liegt Tarzisius auf dem Boden, blutet, stöhnt vor Schmerzen, aber das Allerheiligste lässt er nicht los, auch dann nicht, als ein Stein ihn tödlich an der Schläfe trifft. Tarzisus schützte das höchste Gut - und verlor dabei sein Leben.