Kreuzkapelle

... ein barockes Juwel in der Innenstadt

   
   Foto: Stefan Hilden  
Die Kreuzkapelle am Rand der Olper Innenstadt blickt auf eine lange Geschichte zurück. Wie bei vielen Kapellen, ist der heutige Bau, wie wir ihn kennen, nicht die ursprüngliche Kapelle. Dennoch handelt es sich um eine der ältesten Kapellen in der Umgebung.

Zum ersten Mal wurde eine Kapelle an dieser Stelle um 1500 urkundlich erwähnt. Nachdem sie abgebrochen worden war, wurde sie 1736/37 neu errichtet.

Die Kreuzkapelle ist relativ groß und in ihrer Bauform ein dreiseitig geschlossener Saalbau. Der Dachreiter ist barock, genau wie ein großer Teil der Innenausstattung. Sowohl der Hauptaltar, als auch die beiden Seitenaltäre sind barocke Schnitzwerke der Gebrüder Düringer. Diese lebten eine Zeit lang in Olpe und nach ihnen wurde die Grundschule in Rüblinghausen benannt.

Der Dachreiter enthält zwei kleine Bronzeglocken, von denen eine täglich zum Angelusgeläut zu hören ist. Die Läutautomatik, die dafür erforderlich war, wurde erst vor einiger Zeit angeschafft. Möglich wurde dies durch die Initiative des Freundeskreises der Kreuzkapelle. Weiterhin wurde eine kleine Orgel angeschafft und es wurde eine große und sehr schöne Krippe gebaut, die in der Weihnachtszeit in der Kapelle zu sehen ist.

Auch der Vorplatz und der Garten der Kapelle bergen einige Besonderheiten.
Vor der Kapelle befinden sich gusseiserne Grabplatten einiger Olper Geistlicher. Im Garten nördlich der Kapelle sind über 30 sowjetische Gefallene aus dem zweiten Weltkrieg begraben.

Zu finden ist die Kreuzkapelle an der Straße "Am Bratzkopf" unmittelbar hinter den stillgelegten Bahngleisen. Zu früherer Zeit lag sie lange außerhalb der Stadt, doch heute befindet sie sich fast schon im Stadtzentrum.
   
 

Foto: Wolfgang Müller