Matthäuskapelle

... eine der schönsten im Olper Land

   St. Matthäus-Kapelle zu Rüblinghausen Foto: Simone Huperz  

Mittelpunkt des Dorfes Rüblinghausen ist die über 270 Jahre alte St. Matthäus-Kapelle. Eine 1699/1700 erbaute Holzkapelle musste dem heutigen Gotteshaus aus Stein  weichen. Sie wurde am 20. September 1734 eingeweiht.  Die Kapelle gilt der Form nach als eine der schönsten im Olper Land und steht heute unter Denkmalschutz. Sie war anfangs dem hl. Leonhardus geweiht und steht heute unter dem Patronat des hl. Matthäus. 

In der Kapelle sind Werke des berühmten Bildhauers Johann Nikolaus Düringer zu sehen, dessen 250. Todestag im Jahre 2007 festlich begangen wurde.

Alljährlich im September begeht man in Rüblinghausen das Patronatsfest mit einem festlich gestalteten Gottesdienst.

Zur Geschichte der Rüblinghauser Kapelle

Die erste Kapelle zu Rüblinghausen wurde 1699/1700 auf Veranlassung des armen Johannes Flacke zu Rüblinghausen errichtet. Sie bestand aus Holz und war mit Stroh bedeckt. Am Feste Matthias 1701 weihte sie der Olper Pfarrer Ermert ein. Er selbst hat 1701 vermerkt: "In dem hundertjährigen Jubeljahre sind dorthin in Prozessionen die Olper, Rhoder und Wendener gegangen, eine Prozession so geordnet, wie die in unserer Gegend nie vorher gesehen ist. Es besuchten später die Kapelle viele Kranke, die durch die Fürsprache des hl. Leonhardus Erhörung fanden."

Durch das Bemühen Pfarrer Ermerts konnte 1710 ein Benefizium gegründet werden, dessen erster Inhaber er selbst wurde. Pfarrer Ermert zog sich 1711 von Olpe nach Rüblinghausen zurück. Aber schon 1716 übersiedelte er ins Cistercianer-Kloster Marienstatt, wo er kurz darauf verstarb.

Mit einer Eingabe an den Generalvikar in Köln vom 2. August 1734 bat Pfarrer Roberti aus Olpe um die Erlaubnis, die ältere, hölzerne und mit Stroh bedeckte Kapelle abreißen zu dürfen und durch den Bau einer neuen und größeren Kapelle zu ersetzen. Bereits am 20. September des Jahres erteilte der Generalvikar dem Wendener Pastor Arnoldi die Erlaubnis, die neue Kapelle in Rüblinghausen zu benedizieren.

Die Kapelle gilt der Form nach als die schönste im Olper Land, als ein Juwel des Barocks. Sie war anfangs dem hl. Leonhardus geweiht und steht heute unter dem Patronat des hl. Matthäus.

Quelle: Olpe in Geschichte und Gegenwart, Jahrbuch des Heimatvereins für Olpe und Umgebung   e.V. (1997), von Norbert Scheele (†) mit Ergänzungen von Christian Scheele